Erfolgreicher Protest gegen türkischen Propaganda-Film

18. April 2018 / Erfolgreicher Protest gegen türkischen Propaganda-Film in der Schweiz Das Capitol Kino in Zürich strahlte bis vor kurzem den türkischen Propaganda-Film „Can Feda“ aus. Das Capitol ist Teil der grössten Kinobetreiberin in der Schweiz der Kitag-Cinemas. Nach diversen Protesten in den sozialen Medien und Anfragen per Mail, griffen auch die Medien das Thema auf. Heute hat die KITAG-Cinemas AG nun offiziell bekannt gegeben den Film vollständig aus dem Programm zu entfernen. Bereits in Weil am Rhein hatten vergangene Woche kritische Nachfragen dazu geführt, dass der Film abgesetzt wurde. Inhalt des Filmes Der Kinofilm „Can Feda“ dreht sich um eine türkische Spezialeinheit, die in ein Bürgerkriegsland geschickt wird. Die Einheit gerät in einen Hinterhalt und muss sich gegen…

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Türkische Kriegspropaganda in Kinos

13. April 2018 / Kein Platz der türkischen Kriegspropaganda in den Kinos! Der Kinofilm „Can Feda“ dreht sich um eine türkische Spezialeinheit, die in ein Bürgerkriegsland geschickt wird. Die Einheit gerät in einen Hinterhalt und muss sich gegen eine feindliche Übermacht durchkämpfen. Angetrieben durch die Liebe zur eigenen Heimat, gelingt es der Einheit sogar, trotz des Krieges ihre Menschlichkeit zu wahren. Das Bürgerkriegsland – Syrien, die feindlichen Einheiten – die YPG/YPJ, die Spezialmission der Einheit – Teil des Angriffskriegs, die Heimatliebe – türkischer Nationalismus, die heldenhafte Truppe – patriarchaler Heldenmythos. Es ist offensichtlich, dass der Film dazu dient Propaganda für die türkische Invasion zu betreiben und den Krieg gegen Rojava zu verharmlosen. Der Film soll auch in schweizer Kinos erscheinen…

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Kurzbericht OSZE-Konferenz (Hamburg)

08. Dezember 2016 / Vom 8. bis 9. Dezember fand in Hamburg das OSZE-Gipfeltreffen statt. Die Staatsgewalt nutzte den Anlass, um für den kommenden G20-Gipfel im Sommer 2017 zu üben. So sorgte das bisher grösste Polizeiaufgebot in der Geschichte von Hamburg mit über 13.000 PolizistInnen, Räumpanzern, 23 Wasserwerfern, 10 Hubschraubern, Reiterstaffeln und gut sichtbaren Scharfschützen für die Sicherheit der Konferenz. Die Kosten beliefen sich nach ersten Schätzungen auf über 120 Millionen Euro. Am 8. Dezember waren verschiedene Demonstrationen angemeldet worden, um gegen das Treffen zu protestieren. 16 Uhr Hachmannplatz – Hamburg für Kurdistan (https://hamburg4kurdistan.blackblogs.org/) Unter dem Motto «OSZE – Statt Frieden und Sicherheit, Krieg und Destabilisierung in Kurdistan und anderswo. Stoppt die Kriegspolitik!» gingen bis zu 1000 Menschen auf die…

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Demo: Selbstsein & Selbst- verteidigung (Frankfurt)

03. Dezember 2016 / Mehrere hundert Menschen folgten am 03.12. dem Aufruf der JXK – Studierende Frauen aus Kurdistan zu einer europaweiten Demo gegen Patriarchat, Kapitalismus und Nationalstaaten, sowie für Selbstbestimmung, Selbstverteidigung und Solidarität. Die Mobilisierung ist Teil der Kampagne “Selbstsein und Selbstverteidigung – Xwebûn – Xwe parastin”. Wie schon bei der europaweiten Jugenddemo im April dieses Jahres versuchte die frankfurter Polizei wieder einmal mit zahlreichen unsinnigen Auflagen die Teilnehmer*innen zu schikanieren und einzuschüchtern. So wurden beispielsweise Fahnen verboten und Logos mussten abgeklebt werden. Zudem gab es vor, während und nach der Demo zahlreiche Personenkontrollen. Dies verdeutlicht die strenge Überwachung der kurdischen Solidaritätsbewegung in Deutschland. Dennoch war die Stimmung der Anwesenden äusserst kämpferisch. Die klägliche Provokation von Grauen Wölfen wurde…

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Türkei – This is where words end.

03. November 2016 / Heute zogen über 550 Menschen vom berner Bahnhofplatz zu der türkischen Botschaft. Die Stimmung vor der Botschaft war sichtlich aufgewühlt und sehr entschlossen. Fast zeitgleich beteiligten sich an zwei Demonstrationen in Zürich bis zu 500 Menschen. Während am Donnerstag der türkische Aussenminister Çavusoglu mit Bundesrat Burkhalter an einem Treffen in Bern die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Türkei vertiefen konnte, setzte der türkische Staat am selben Abend zum wiederholten Mal seinen Repressionsapparat in Gang. 11 Abgeordnete der linken HDP, sowie zahlreiche kritische Journalist*innen wurden in der Türkei festgenommen. Über Stunden hinweg wurden soziale Kommunikationsmittel wie WhatsApp, Twitter, Facebook und YouTube offline gestellt und eine Nachrichtensperre verhängt. Dass die Schweiz und Europa auch über die…

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Gemeinsam gegen staatliche Spaltungsversuche

18. Oktober 2016 / Die Kantonspolizei Bern hat Anfang Oktober zu einer Öffentlichkeitsfahndung aufgerufen. Als Ende August am Rande einer kurdischen Demo ein türkischer Faschist der „Grauen Wölfe“ auftauchte und versuchte die Demo mit Provokationen und Beleidigungen zu stören, handelten anwesende Antifaschist*innen. Bei der kurzen Auseinandersetzung verletzte sich der Faschist leicht. Per Internetfahndung wird nun ein Mensch gesucht, der bei der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein soll. Wir wehren uns gegen die anhaltende Überwachung der Solidaritätsbewegung mit Rojava und Bakur (kurdische Gebiete in der Türkei) und wollen die staatlichen Spaltungsversuche nicht unkommentiert lassen. Erdogans Druck auf Europa Der Einsatz des umstrittenen Internetprangers wiederspiegelt anschaulich die aktuelle Repressionsstrategie der Staatsgewalt. In Europa, insbesondere in Deutschland nimmt die Überwachung und Repression gegen kurdische…

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Plakat: LGBTIQ-Aktivist*innen in der Türkei

27. August 2016 / Stoppt die Verfolgung von LGBTIQ-Aktivist*innen in der Türkei – für die Befreiung aller Geschlechter*! In der Türkei nimmt die Gewaltbereitschaft gegenüber LGBTIQ-Aktivist*innen zu. 2015 wurde die jährliche Gay Pride Parade unter fadenscheinigen Gründen verboten. Menschen, die sich dennoch versammeln wollten, wurden mit Tränengas und Gummigeschossen angegriffen. Die Polizei ging gewaltsam gegen tausende Aktivist*innen vor und trieb die Menschen durch die Strassen Istanbuls. 2016 wurde die Parade erneut verboten. 150 Aktivist*innen versuchten auf den Taksim-Platz zu gelangen und sahen sich einem Sicherheitsaufgebot von mehreren hundert Spezialkräften gegenüber. Aktuell ist die Türkei auf dem besten Weg sich in einen autoritären und reaktionären Staat zu verwandeln. Gerade deswegen ist es jetzt wichtig, dass wir uns hier mit den Aktivist*innen…

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Faltblatt: Gegen den staatlichen Terror Erdogans

27. Juli 2016 / Das Faltblatt zum selber Ausdrucken findest du hier ->Faltblatt Seit dem gescheiterten Putschversuch einiger Teile des türkischen Militärs, lässt sich Erdogan als Alleinherrscher feiern. Tagelang gehen seine BefürworterInnen auf die Strassen, schwenken Nationalflaggen und jagen Andersdenkende. Nicht nur in der Türkei kommt es anschliessend zu gewalttätigen Übergriffen von Regimetreuen. Erdogan nutzt die Möglichkeiten, welche sich ihm durch den gescheiterten Putsch eröffnet haben aus, um tausende, ihm unliebsame Staatsangestellte zu entlassen und/oder einzusperren. So wurden: ● 2’854 RichterInnen und StaatsanwältInnen entlassen ● 1’577 Universitätsdekane zum Rücktritt gezwungen ● 21’738 DozentInnen staatlicher Schulen entlassen ● 22’000 Lehrlizenzen an Privatschulen entzogen ● 2’963 Beamte suspendiert Zudem wurden 24 Radio-und Fernsehsendern die Lizenzen entzogen. Erdogan will seine Macht stärken und…

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