Global Afrin-actionday

Datum/Zeit: Sa, 26. Mai 2018 / 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Bern, Schützenmatte

Veranstaltungstyp: Demo


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Globaler Aktionstag gegen die türkische Invasion in Kurdistan – Heraus zum Welt Afrin Tag – Stopp den Diktator Erdogan!

Wir gehen am kommenden Samstag zusammen auf die Strasse um aufzuzeigen, dass wir den Kriegskurs Erdogans nicht länger akzeptieren. Die Türkei steht gesellschaftlich vor einem Bürgerkrieg und wirtschaftlich vor einem Kollaps. Dazu kommt, dass Erdogan und seine islamistisch/nationalistische Partei AKP beim Wähler*innenstimmenfang auf Gewalt setzen. Mit dem völkerrechtswidrigen Einmarsch in das Nordsyrische Afrin schufen sie eine Kriegseuphorie, die der Machterhaltung dienen sollte. Der heftige Widerstand der kurdischen und arabischen Volksverteidigungskräfte in Syrien durchkreuzten jedoch Erdogans Pläne. Politisch wie auch wirtschaftlich geraten Erdogan und AKP immer mehr unter Druck. So hat Erdogan nun kurzerhand die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 1.5 Jahre vorverlegt, da es aus Erdogans Reihen die ernsthafte Sorge gab, ihre Vormachtsstellung könnte nicht mehr bis zu den offiziellen Wahlen im Herbst 2019 gehalten werden. Erdogan sieht sein Ende kommen, nun mobilisiert er nochmals alles was er an Gewalt aufbringen kann: Islamistische Söldner werden in Afrin angesiedelt, Oppositionelle, Gewerkschafter*innen und politische Gegner*innen werden inhaftiert, die AKP bildet mit der faschistischen Partei MHP (bei uns als Graue Wölfe bekannt) ein Wahlbündnis, auf der Strasse werden Erdogans Anhänger bewaffnet und im Südosten des Landes startet er neue Kriegshandlungen gegen die kurdische Bevölkerung.

Dies alles geschieht unter dem Schutz der internationalen Institutionen und Staaten, welche Erdogan nach wie vor den Rücken decken. Deutschland macht Milliarden mit Rüstungsdeals und auch die Schweizer Waffenindustrie profitiert indirekt vom Morden in der Türkei. Die internationale Staatengemeinschaft schaut beim NATO-Partner Türkei grosszügig weg. Erdogan kann die EU mit dem Flüchtlingsdeal erpressen, Erdogan kann einen Eroberungskrieg in einem fremden Land führen und Erdogan kann im eigenen Land Menschen systematisch vertreiben und töten. Die offiziellen Stellen regen sich dabei kaum. Jedoch regt sich seit einigen Monaten ein heftiger Widerstand! Weltweit gehen Kurd*innen und Solidarische auf die Strassen und machen Aktionen. Durch die grosse internationale Solidarität bekommt auch die Perspektive, welche im Norden Syriens in die Realität umgesetzt wird, neue Aufmerksamkeit und Unterstützung. Die Idee des demokratischen Konföderalismuses verbreitet sich weit über Rojava hinaus und findet immer mehr Anklang in vielen Gesellschaften dieser Welt. Durch den Kampf der Kurd*innen wird auch für uns hier klar: Ein anderes System ist möglich!

Unterstützen wir die nach Demokratie und Selbstbestimmung strebende Bevölkerung in der Türkei. Solidarisieren wir uns mit den vom Krieg getroffenen Menschen in Syrien!