Schauprozess gegen 22 Anarchist*innen (Athen)

20. April 2016 / Am 20. April fand in Athen ein Schauprozess gegen 22 Anarchist*innen statt. Wir sind nach Athen gereist, um den wichtigen Prozess zu beobachten, dessen politische Bedeutung zu analysieren und Gespräche mit Aktivist*innen zu führen. Der politische Hintergrund In Griechenland gibt es aktuell knapp 40 politische Gefangene, die wegen Beihilfe oder Ausführung militanter Aktionen in Hochsicherheitsgefängnissen sitzen. Trotz der eingeschränkten Möglichkeiten haben die politischen Gefangenen weiterhin den Anspruch politisch aktiv zu sein. So nehmen sie regelmässig telefonisch oder mittels Texten Stellung zu sozialen Kämpfen und liefern wichtige theoretische Inputs. Mit regelmässigen Solidaritätsaktionen zeigt die anarchistische Bewegung im Gegenzug, dass die Gefangenen nicht vergessen wurden. Welche Bedeutung die politischen Gefangenen haben, lässt sich an einem Hungerstreik im letzten…

Weiterlesen

Sauvage im Warmbächliareal und Umzug

21. Mai 2016 / Über 1000 Menschen beteiligten sich an der heutigen Sauvage im Warmbächli und dem anschliessenden Umzug in die Innenstadt. Der ganze Erlös des Abends fliesst in besetzte Häuser in Athen. Im Viertel Exarchia wurden in den letzten Monaten mehrere Häuser besetzt, in denen geflüchtete Menschen Schutzräume aufbauen konnten. Diese selbstorganisierten Orte bieten viel mehr als die staatlichen und humanitären Organisationen. Statt ein weiteres Wochenende nur dem Konsum zu frönen, sich zu betäuben und ein wenig für eine bessere Welt zu feiern – haben sich heute Hunderte entschieden, ihre Wut und Trauer über die herrschenden Zustände auf unterschiedliche Weise auszudrücken. Wieder einmal zeigte die Staatsgewalt, was sie von Freiräumen und Organisierung von Unten hält. Mehrmals stellten sie sich…

Weiterlesen

Europaweite Jugenddemo für Autonomie (Frankfurt)

02. April 2016 / Gestern Samstag am 02. April wurde zu einer Jugenddemo nach Frankfurt mobilisiert. Über 2000 kurdische, revolutionäre und antifaschistische Menschen aus ganz Europa folgten dem Aufruf. Auch wir sind nach Frankfurt gefahren und konnten hunderte Infobroschüren über Rojava verteilen. Die Polizei versuchte zahlreiche unsinnige Auflagen durchzusetzen. So sollten alle Fahnen verboten werden und auch Parolen oder Banner wurden zu einem grossen Teil untersagt. Dies ist lediglich ein kleiner Ausschnitt davon, wie die kurdische Bewegung in Deutschland tagtäglich schikaniert wird. Demonstrationen werden zwar erlaubt, aber nur wenn sie möglichst lautlos und unsichtbar stattfinden. Trotz der Einschüchterungsversuche der Polizei, die u.a. mit zwei Wasserwerfern, zwei Hundertschaften und Sondereinsatzkommandos bereitstand, konnte die Demo bis zum Platz der Abschlusskundgebung laufen. Dass…

Weiterlesen

Weltweiter Tag der politischen Gefangenen

18. März 2016 / Heute, am 18.März haben wir anlässlich des internationalen Tages der politischen Gefangenen einen Protestspaziergang im Botschaftsquartier in Bern durchgeführt. Gut 50 Menschen schlossen sich dem Protestzug an und es wurden an 8 Botschaften Transparente gehängt und Plakate hinterlassen. Der Spaziergang startete auf dem Thunplatz und stattete als erstes der Iranischen Botschaft einen Besuch ab. Dort wurde an eine von hunderten inhaftierten Frauen erinnert, die zurzeit in den katostrophalen Knästen im Iran eingesperrt werden. Die iranische Kurdin Zeinab Jalalian sitzt seit 2007 im Iran im Knast, weil sie beschuldigt wird Mitglied der PJAK (Partiya Jiyana Azad a Kurdistanê) zu sein, was sie jedoch bestreitet. Sie kämpft für Frauenrechte, Bildung und gegen die Unterdrückung. Dafür hat der Iranische…

Weiterlesen

Plakate zum 8. März / Frauenkampftag

08. März 2016 / Zum Frauenkampftag haben wir zwei Plakatsujets erstellt, um an zwei (von unzähligen) Frauen zu erinnern, die im Kampf gegen patriarchale Herrschaft gefallen sind. Rosa Pazos war in ihrem Selbstverständnis eine transsexuelle (transidente) Anarchistin aus Spanien und wurde 2008 in ihrem Haus ermordet. Sie war eine engagierte Kämpferin, eine Militante die der CNT-AIT nahestand. Sie unterstützte den Kampf zur Befreiung aller Unterdrückter mit all ihren Mitteln. So Kämpfte sie dafür, dass sie und alle anderen Transsexuellen (Transgender) gesellschaftlich anerkannt werden. Dies war der Grund warum sie immer wieder schikaniert, erniedrigt und schlussendlich ermordet wurde. Claudia Lopez war eine Anarchistin und Dichterin aus Chile. Sie nahm an der Demonstration gegen den 25. Jahrestags des faschistischen Putsches durch Pinochet…

Weiterlesen

Flyer gegen die Durchsetzungsinitative

26. Februar 2016 / Kein Grund zum Feiern.. Viele Menschen und Organisationen sind selbständig gegen die Durchsetzungsinitative aktiv geworden. Es gab unzählige Aktionen und Stellungsnahmen, um für ein Nein an der Wahlurne mobil zu machen. Doch auch bei einem „erfolgreichen“ Nein haben wir am 28. Februar kein Grund zum Feiern! Die Schweiz wird bei einer Ablehnung der Initiative weiterhin eines der strengsten Ausschaffungsregime in Europa bleiben. In den letzten Wochen resultierten aus der angenommenen Ausschaffungsinitative diverse verschärfte Gesetze. Dies wird zur Folge haben, dass in Zukunft trotz einem Nein Tausende ausgeschafft werden. Deswegen wollen wir den kreativen und breiten Schwung aus der Kampagne gegen die Durchsetzungsinitative in alle Kämpfe, die nach dem 28. Februar tagtäglich geführt werden müssen mitnehmen. ..gegen…

Weiterlesen

Solidarität mit dem FLTI* Kollektiv Ronja

24. Februar 2016 / Im Folgenden wollen wir uns auf die Besetzung an der Waldheimstrasse 49 beziehen. Hausbesetzungen in Bern sind selten und meist von kurzer Dauer. Dementsprechend hat es uns gefreut, dass ein kleiner Sieg errungen und wieder einmal ein Hausprojekt erkämpft werden konnte. Was uns jedoch zutiefst irritiert hat, waren einige Reaktionen aus der Bewegung. Wir sind uns bewusst, dass das Kollektiv für sich selber sprechen kann. Trotzdem ist es uns wichtig, unsere Solidarität mit dem Projekt auszudrücken und als Gruppe Stellung zu den Reaktionen zu beziehen. Unsolidarisches und patriarchales Verhalten Das FTLI* (Frauen, Lesben, Trans, Inter) Kollektiv Ronja hat sich autonom ein Haus erkämpft und „ein Gegenentwurf zu patriarchal geprägten Männerräumen, Schutz- und Freiräume für FLTI*- Menschen…

Weiterlesen