Doku: Pre-Crime

Datum/Zeit: Di, 18. Dezember 2018 / 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Bern, Reitschule

Veranstaltungstyp: Programm Raum Bern


https://www.facebook.com/events/2157503897910193/

Pre-Crime ist ein Dokumentarfilm über die Verwendung von Big Data als Grundlage für polizeiliche Ermittlungen und zur Verhinderung von Verbrechen. Wir alle geben mit unseren Daten etwas über uns preis – Kaufverhalten, Bewegungsmuster, Kontakte. Computer sammeln diese Daten aus unterschiedlichsten Quellen, werten Aufnahmen von Überwachungskameras aus und berechnen auf dieser Grundlage die Wahrscheinlichkeit von kriminellen Handlungen. Pre-Crime gewährt umfassende Einblicke in dieses neue Feld der Verbrechensbekämpfung.

Dokumentarfilm von Monika Hielscher und Matthias Heider, Deutschland, 2017, 88 Min., OV/E/d

https://www.youtube.com/watch?v=1icoelji15g

Bis in die späten 1980er Jahre wurden die DJS, wie viele weitere in der Schweiz, vom Staatsschutz fichiert. Wir nehmen unsere Vereinsgeschichte zum Anlass, auf den Fichen-Skandal zurückzuschauen sowie über den Staatsschutz und die Überwachung heute zu sprechen.

Ein historischer Rückblick, eine Lesung aus den edierten Fichen von Max Frisch und ein Gespräch über heutige «Fichen» sollen dazu anregen, über die Überwachung durch den Staat als politisches Mittel nachzudenken.

Vor dem Film wird Jonas Achermann, der seine Dissertation zum Thema «Strafbarkeit von Versuch und Teilnahme bei Vorbereitungsdelikten» verfasst hat, einen kurzen Input zur Vorverlagerung der Strafbarkeit geben. Im Anschluss an den Film steht er bei Bedarf für Fragen und eine Diskussion zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums der Demokratischen Jurist_Innen Schweiz (DJS) statt. Die nehmen die DJS zum Anlass, sechs Themenabende zum Jubiläum zu organisieren.

Die Einnahmen aus der Filmreihe gehen zugunsten von Eren Keksen, die als Anwältin in der Türkei seit Jahrzehnten für Menschenrechte kämpft und in diesem Film porträtiert wird. Gegen sie wurden bisher Geldstrafen von insgesamt 456.000 Lira verhängt, für 108.000 Lira sind die Urteile rechtskräftig (siehe TAZ: https://www.gazete.taz.de/article/?article=!5526646 )