Weltweiter Tag der politischen Gefangenen

18. März 2016 / Heute, am 18.März haben wir anlässlich des internationalen Tages der politischen Gefangenen einen Protestspaziergang im Botschaftsquartier in Bern durchgeführt. Gut 50 Menschen schlossen sich dem Protestzug an und es wurden an 8 Botschaften Transparente gehängt und Plakate hinterlassen. Der Spaziergang startete auf dem Thunplatz und stattete als erstes der Iranischen Botschaft einen Besuch ab. Dort wurde an eine von hunderten inhaftierten Frauen erinnert, die zurzeit in den katostrophalen Knästen im Iran eingesperrt werden. Die iranische Kurdin Zeinab Jalalian sitzt seit 2007 im Iran im Knast, weil sie beschuldigt wird Mitglied der PJAK (Partiya Jiyana Azad a Kurdistanê) zu sein, was sie jedoch bestreitet. Sie kämpft für Frauenrechte, Bildung und gegen die Unterdrückung. Dafür hat der Iranische…

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Plakate zum 8. März / Frauenkampftag

08. März 2016 / Zum Frauenkampftag haben wir zwei Plakatsujets erstellt, um an zwei (von unzähligen) Frauen zu erinnern, die im Kampf gegen patriarchale Herrschaft gefallen sind. Rosa Pazos war in ihrem Selbstverständnis eine transsexuelle (transidente) Anarchistin aus Spanien und wurde 2008 in ihrem Haus ermordet. Sie war eine engagierte Kämpferin, eine Militante die der CNT-AIT nahestand. Sie unterstützte den Kampf zur Befreiung aller Unterdrückter mit all ihren Mitteln. So Kämpfte sie dafür, dass sie und alle anderen Transsexuellen (Transgender) gesellschaftlich anerkannt werden. Dies war der Grund warum sie immer wieder schikaniert, erniedrigt und schlussendlich ermordet wurde. Claudia Lopez war eine Anarchistin und Dichterin aus Chile. Sie nahm an der Demonstration gegen den 25. Jahrestags des faschistischen Putsches durch Pinochet…

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Flyer gegen die Durchsetzungsinitative

26. Februar 2016 / Kein Grund zum Feiern.. Viele Menschen und Organisationen sind selbständig gegen die Durchsetzungsinitative aktiv geworden. Es gab unzählige Aktionen und Stellungsnahmen, um für ein Nein an der Wahlurne mobil zu machen. Doch auch bei einem „erfolgreichen“ Nein haben wir am 28. Februar kein Grund zum Feiern! Die Schweiz wird bei einer Ablehnung der Initiative weiterhin eines der strengsten Ausschaffungsregime in Europa bleiben. In den letzten Wochen resultierten aus der angenommenen Ausschaffungsinitative diverse verschärfte Gesetze. Dies wird zur Folge haben, dass in Zukunft trotz einem Nein Tausende ausgeschafft werden. Deswegen wollen wir den kreativen und breiten Schwung aus der Kampagne gegen die Durchsetzungsinitative in alle Kämpfe, die nach dem 28. Februar tagtäglich geführt werden müssen mitnehmen. ..gegen…

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Solidarität mit dem FLTI* Kollektiv Ronja

24. Februar 2016 / Im Folgenden wollen wir uns auf die Besetzung an der Waldheimstrasse 49 beziehen. Hausbesetzungen in Bern sind selten und meist von kurzer Dauer. Dementsprechend hat es uns gefreut, dass ein kleiner Sieg errungen und wieder einmal ein Hausprojekt erkämpft werden konnte. Was uns jedoch zutiefst irritiert hat, waren einige Reaktionen aus der Bewegung. Wir sind uns bewusst, dass das Kollektiv für sich selber sprechen kann. Trotzdem ist es uns wichtig, unsere Solidarität mit dem Projekt auszudrücken und als Gruppe Stellung zu den Reaktionen zu beziehen. Unsolidarisches und patriarchales Verhalten Das FTLI* (Frauen, Lesben, Trans, Inter) Kollektiv Ronja hat sich autonom ein Haus erkämpft und „ein Gegenentwurf zu patriarchal geprägten Männerräumen, Schutz- und Freiräume für FLTI*- Menschen…

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Sternenmarsch für Autonomie (Schützenmatte)

10. Februar 2016 / Rund 300 Menschen versammelten sich gestern auf der Schützenmatte und empfingen herzlich den Sternenmarsch für die Freilassung von Öcalan und für die Anerkennung der Autonomie der kurdischen Gebiete. Die rund 100 Teilnehmer*innen des Marsches waren erschöpft, aber weiterhin kämpferisch und entschlossen die nächste Etappe in Angriff zu nehmen. Es wurde zahlreiches Infomaterial aufgelegt, verschiedene Reden gehalten u.a. zur Revolution in Rojava und viele Gespräche über die Situation vor Ort geführt. Vor der verstärkten Zusammenarbeit zwischen verschiedenen revolutionären, kurdischen, türkischen oder anarchistischen Gruppen scheint sich der Staat jedoch zu fürchten. So umstellte ein immenses Polizeiaufgebot die Schützenmatte und riegelten zudem den Bundesplatz ab. Zahlreiche Zivilpolizisten versuchten zu filmen und die Menschen mit ihrer offensiven Anwesenheit abzuschrecken. Wir…

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Gegen die Unterdrückung der kurdischen Frauen

08. Februar 2016 / Gegen die Unterdrückung der kurdischen Frauen Die kurdischen Regionen der Osttürkei wurden seit Monaten militärisch besetzt und erinnern stark an Kriegsgebiete. So wurden zahlreiche Häuser zerbombt, Panzer patrouillieren in den Strassen und über viele Städte wurden Ausgangssperren verhängt. Die Zivilbevölkerung wurde von Strom, Wasser und Nahrung abgeschnitten und mehrere hundert Menschen wurden von Sicherheitskräften umgebracht. Die Unterdrückung der Kurden in der Türkei wird seit Jahrzehnten systematisch vorangetrieben. Die kurdischen Frauen werden dabei besonders stark zur Zielscheibe des Staates. Sie wachsen in einer Gesellschaft auf, die von Rassismus und Armut geprägt ist und leiden zusätzlich unter patriarchalen Verhältnissen. Wie tief die Stellung der Frau in der Türkei ist, zeigt sich derzeit in den kurdischen Gebieten. Frauen, die…

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Soliaktion für die 60 ermordeten Menschen in Cizre

07. Februar 2016 / Diese Nacht wurden in Cizre 60 Menschen von türkischen Sondereinheiten massakriert. Mindestens 9 Personen wurden bei lebendigem Leib verbrannt. Darauf gab es um 3 Uhr Nachts eine spontane Demonstration vom Bundesplatz bis zur türkischen Botschaft in Bern. Rund 100 Menschen beteiligten sich. Einmal mehr verhinderte die Polizei, dass mensch vor die Botschaft kommen konnte, trotzdem gab es in hör- und sichtweite der Botschaft lautstarken Protest. Trauer zu Wut!

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Vom Autonomen Infoprotal zur Anarchistischen Gruppe

07. Februar 2016 / Anfang August 2015 hatten wir die Facebookseite „Autonomes Infoportal Bern“ erstellt. In den folgenden sechs Monaten gab es viele und intensive politische Auseinandersetzungen mit uns und der Bewegung in Bern. Ursprünglich wollten wir eine Plattform schaffen, um Aktionen, Berichte, Demos und Veranstaltungen in der Region zu bündeln und zu veröffentlichen. Oft wurde unterschätzt, wie viele Gruppen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten und Symapthisant*innenkreise existieren. Ohne aktiv für unsere Seite zu werben, haben dennoch innert kürzester Zeit einige hundert Menschen die Seite geliked und wir konnten wöchentlich eine Reichweite im fünfstelligen Bereich erzielen. Daraus folgern wir, dass ein grosses Bedürfnis nach Informationen zu den verschiedenen Veranstaltungen vorhanden war und wir zudem Menschen gruppen- und themenübergreifend erreichen konnten. Allerdings mussten…

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