#erdogannotwelcome -Demo in Berlin

28. September 2018 / Heute beteiligten sich rund 7500 Menschen an der #erdogannotwelcome Demonstration in Berlin. Die hunderten Inter- und Antinationalist*innen unterstützt durch zahlreiche Gruppen aus der Schweiz bildeten dabei den grössten Block in der Demonstration. Nebst Parolen und Rauch, wurde eine grosse PKK-Fahne entrollt, was eine direkte Aktion gegen das PKK-Verbot in Deutschland darstellte. Des Weiteren waren antipatriarchale Botschaften innerhalb des Blockes stark präsent. Die geringe Mobilisierung, gerade innerhalb der revolutionären Linken, war in Anbetracht des Ereignisses eher mangelhaft. Während Erdogans faschistoider und islamistischer Ideologie heute eine Plattform geboten wurde, wird die Revolution in Rojava von der türkischen Armee militärisch bedroht. Ohne eine aktive Praxis und einer selbstkritischen Theorie werden wir in Momenten wie heute nur sehr schwer in…

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Interview: Anarchismus, Frauen*befreiung und Internationalismus in Rojava

27. Mai 2018 / Peter Schaber, Redakteur beim  Lower Class Magazine, beteiligte sich ca. von Februar bis November 2017 in verschiedenen zivilen und militärischen Strukturen in und um Rojava. Seine Reise führte von den Guerillacamps der PKK in den Bergregionen an der türkisch-irakischen Grenze hin zum Siedlungsgebiet der Jesid*innen in Shengal und nach Rojava bis zur Front in Rakka. AGB: Welche Chancen/Perspektiven siehst du im revolutionären Projekt in Rojava? Peter: Der revolutionäre Prozess in Rojava ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Umwälzungen, die dort stattfinden, stellen meiner Meinung nach einen wichtigen Bezugspunkt für die revolutionäre-internationalistische Linke dar. Gerade das dortige Modell einer Rätedemokratie ist eine inspirierende Perspektive für uns in Europa. AGB: Hast du während deiner Reise Anarchist*innen oder anarchistische…

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Kurzbericht: Solidaritätsdemo für Afrin

07. April 2018 / Rund 600 – 700 Menschen nahmen sich heute unbewilligt die Strasse, um sich solidarisch mit Afrin zu zeigen. Es wurden zahlreiche kreative Aktionen durchgeführt. Auf dem Baldachin gab es Transpiaktionen, es wurde ein Brunnen rotgefärbt, um auf das Blutvergiessen in Rojava hinzuweisen. Zudem wurden zahlreiche Plakate mit Informationen über gefallene Kämfer*innen und der Situation in Rojava gekleistert. Weiter hinterlies der Umzug zahlreiche Parolen an den Wänden. Die Polizei lies immer wieder unverständliche Durchsagen über ihre Wägen verlauten. Beim Bundesplatz und Käfigturm stellten sich die Polizei der Demo in den Weg. Diese zog selbstbestimmt Richtung Heiliggeistkirche, wo ein unvermittelter Angriff durch Gummischot aus nächster Nähe auf die Demo stattfand. Anschliessend wurde ein Kessel aufgezogen und die Innenstadt…

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Lagebericht Afrin 18. März

18. März 2018 / Rückzug aus Afrin (Dass die Stadt gefallen ist, ist nicht bestätigt!): Bereits gestern machten erste Gerüchte die Runde, dass die YPG/YPJ ihre militärischen Stützpunkte in Afrin zerstört haben und die Evakuierung der Stadt vorbereiten würden. Dies scheint sich nun heute Morgen bestätigt zu haben. Seit einigen Stunden sind jihadistische und türkische Truppen von verschiedenen Richtungen nach Afrin vorgerückt, anscheinend ohne auf grösseren Widerstand zu stossen. Es befinden sich jedoch immer noch Zivilist*innen vor Ort, welche die Stadt nicht mehr verlassen konnten. Diese bekommen nun den ganzen Hass der Angreifer zu spüren. So sind in den sozialen Medien verschiedene Bilder von gefolterten und misshandelten Personen aus Afrin aufgetaut. Des Weiteren kam es zu zahlreichen Plünderungen und Zerstörungen…

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96 Anzeigen nach Gegendemo (Sep 15)

15. März 2018 / Heute hat die Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt gegeben, dass die Ermittlungen gegen die antifaschistische Demonstration im September 2015 abgeschlossen wurden. Der Zeitpunkt und der Tonfall in der Mitteilung der Behörden sehen wir jedoch nicht als Zufall. In Bern wird seit einigen Jahren der Versuch unternommen Demonstrationen für Rojava oder Bakur von der Strasse zu vertreiben. Selbst die Medien setzen die Darstellung der Polizei in Klammern. So werden die durch türkische Faschos angefahrenen Personen als “Angreifergruppe” bezeichnet. Auch wird suggeriert, dass die 25 Personen aus der Demo heraus verletzt worden. Das ein grosser Teil durch die Polizeigewalt zu Schaden gekommen ist, wird jedoch verschwiegen. Über allfällige Ermittlungen gegen türkische Faschos wird erst auf Anfrage der Medien eingegangen.…

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Kurzbericht: Spontandemo für Afrin

15. März 2018 / Rund 300 Menschen zogen heute laut hörbar und mit Instrumenten begleitet durch Bern, um auf die jüngsten Bombardierungen in Afrin aufmerksam zu machen. Nach dem der bewilligte und formalisierte Umzug vom Casinoplatz zum Bahnhofplatz gezogen war, wurde spontan der Bahnhofplatz besetzt. Es sind diese Momente, die aktuell wichtig sind, um den Protest für Afrin sichtbar zu machen. Am Samstag findet um 13 Uhr in Basel bei der Kaserne eine überregionale Grossdemonstration statt. Wer Ideen oder Hilfe für eigene Solidaritätsaktionen braucht, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen. #defendafrin

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Lagebericht Afrin 14. März

14. März 2018 / Heute hat die türkische Luftwaffe wiederholt Afrin bombardiert. Im Westen der Stadt befinden sich dschihadistische und türkische Truppen noch knapp einen Kilometer vor Afrin. Vom Westen aus gab es zudem zahlreiche Artilleriebeschüsse auf das Zentrum der Stadt. Die heutigen Bombardierungen verdeutlichen, dass die Türkei gewillt ist Afrin in Grund und Boden zu bomben – unabhängig davon wieviele Menschen sich noch in der Stadt aufhalten. Berichten zu Folge hat die Türkei zudem die Pumpstation im Norden beim Maydanki See abgestellt. Somit verfügt Afrin über keine eigenständige Wasserzufuhr mehr. Die nächsten Tage werden eine kritische Phase des Angriffes auf Afrin einleiten. Lasst uns den Druck erhöhen. Morgen findet um 19 Uhr beim Casinoplatz eine Kundgebung statt. Nehmen wir…

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Lagebericht Afrin 13. März

13. März 2018 / In den letzten 24 Stunden gab es seitens der türkischen und dschihadistischen Einheiten konzentrierte Angriffe im südlichen Teil von Afrin, um den einzigen Fluchtweg abzuschneiden. Seit heute Morgen verkündete die türkische Regierung zudem eine vollständige Einkesselung der Stadt. Eine Bestätigung der YPG/YPJ liegt jedoch NICHT vor. Klar ist, dass das Gebiet im Süden stark umkämpft ist und im Gegensatz zu gestern, die Strassen nicht mehr frei befahrbar sind. Somit können hunderttausende Zivilist*innen Afrin vorerst nicht mehr verlassen. Aktionstermine der kommenden Tage folgen weiter unten. Bitte wartet jedoch nicht darauf, dass eine Gruppe xy etwas für euch organisert. Wir alle können etwas tun, um Teil des öffentlichen Druckes zu sein. Bilder, Fotos etc. von eigenen Aktionen könnt…

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