Heraus zum revolutionären 1.Mai in Bern

Gefunden auf Barrikade.info

Heraus zum revolutionären 1. Mai um 14.00 bei der Zytglogge!

Weshalb wir trotz der Pandemie gemeinsam auf die Strasse gehen!

1. Weil der Kapitalismus mit all seinen Übeln trotz der Pandemie weiter existiert.
Die Welt steuert nach wie vor auf einen Klimakollaps zu und die Umweltverschmutzung wird weiter zu Gunsten des Kapitalwachstums vorangetrieben. Die Schere zwischen Arm und Reich vergrössert sich. Konzerne streichen trotz Pandemie milliardenschwere Gewinne ein, Aktionär*innen sahnen fette Dividenden ab und diejenigen, die es schon vor dem Ausbruch des Coronavirus schwer hatten, trifft es wie immer am härtesten: Obdach- und Mittellose, Geringverdiener*innen, illegalisierte Menschen und andere verlieren ihre Existenzgrundlage.

2. Weil sich in der Corona-Krise offenbart, um was es in der kapitalistischen Gesellschaft geht.
Es geht um den Profit der Unternehmen und nicht um die Gesundheit und das Wohl der Menschen. Die Corona-Massnahmen haben nicht das Ziel, die Pandemie möglichst schnell und mit möglichst wenig Leid aller zu überstehen, sondern dass die Wirtschaft der Industriestaaten mit möglichst geringen Einbussen weiterlaufen kann. Ein Beispiel von Tausenden: „Am 10. März 2021 haben EU-Länder, die Schweiz, die USA, Großbritannien und weitere WTO-Mitglieder einen Vorstoß von über 100 Entwicklungsländern blockiert, mit dem zeitweise auf Patentrechte verzichtet werden sollte, um die globale Produktion von COVID-Impfstoffen anzukurbeln.“(1)

3. Weil es absurd ist, die Demonstrationsfreiheit einzuschränken, während Arbeit und Ausbeutung nahezu ungebremst weiter gehen.
Die Massnahmen und Verbote zielen vor allem auf die Bevölkerung ab, was den Anschein erweckt, wir wären schuld an der Pandemie. Jedoch hat die verheerende Entwicklung der Pandemie viel eher mit der kapitalistischen Produktionsweise und der Politik der herrschenden Klasse zu tun. Die Gefahr von mutierten Viren erhöht sich durch die Massentierhaltung (2) und Abholzung des Regenwaldes (3). Dadurch erhöht sich auch das Risiko, dass Viren von Tieren auf Menschen überspringen. Der weltweite Warenhandel und Massentourismus wirken als Katalysator für die Ausbreitung der gefährlichen Viren.
Solange wir der Ansteckungsgefahr bei der Arbeit ausgesetzt sind, lassen wir es uns nicht nehmen, unsere Kritik an den bestehenden Verhältnisse auf die Strasse zu tragen. Wir kämpfen für ein besseres Leben! und den Kampf für ein besseres Leben zu führen.

4. Weil wir uns an der Demo so gut wie möglich schützen.
Uns ist das Wohl aller und ein seriöser Umgang mit dem Virus wichtig. Darum bedingt die Teilnahme an der Demonstration das Tragen einer Schutzmaske und das Abstandhalten (1.5m). Dadurch schätzen wir die Ansteckungsgefahr als geringer ein als bei der tagtäglichen Arbeit auf dem Bau, in der Schule, in den Altersheimen, im öffentlichen Verkehr und Zuhause. Wir erwarten von den Teilnehmenden ein solidarisches Verhalten und das Respektieren des Schutzkonzeptes. Wir wollen eine lautstarke Demonstration, die sich der Gefahr des Virus bewusst ist, und keine Party. Gleichzeitig fordern wir die Behörden und die Polizei auf, nichts zu unternehmen, was das Schutzkonzept und somit die Demonstrierenden gefährden könnte. Mit anderen Worten: Blaue Freunde von Müller und Nause: bleibt Zuhause!

Heraus zum revolutionären 1. Mai um 14.00 bei der Zytglogge!

Kontakt: antika-kampagne@immerda.ch
Weitere Gründe für einen revolutionären 1. Mai siehe unter: https://barrikade.info/article/4374

Quellen:
(1): https://de.wikipedia.org/wiki/SARS-CoV-2-Impfstoff#Zugang_und_Verteilung & https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/reiche-laender-blockieren-patent-freigabe-fuer-impfstoffe-weiterhin/
(2): https://www.focus.de/panorama/vermischtes/pandemie-forscher-warnen-vor-massentierhaltung_aid_396119.html
(3): https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2021-02/virologie-pandemie-regenwald-abholzung-sandra-junglen