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URL:https://anarchistisch.ch/agenda/1-mai/
SUMMARY:1. Mai
DESCRIPTION:\n\nKämpfe verbinden\, Unterdrückung überwinden! Im Rahmen d
 er diesjährigen revolutionären 1. Mai Kampagne setzen wir uns mit aktuel
 len Kämpfen auseinander. Wir wollen uns über sie informieren\, sie verst
 ehen\, aus ihnen lernen und versuchen\, sie miteinander zu verbinden.\n\n\
 n\n\nAlle Veranstaltungen im Überblick:\n\n 	1. Mai\, 14\;00\, Rosengarte
 n Bern - Spiel\, Spass und Basteln für die Demo mit den Roten Falken.\n 	
 1. Mai\, 15:45\, Rosengarten Bern - Besammlung für die revolutionäre 1. 
 Mai Demo\n 	1. Mai\, ab 18:00\, Schützenhaus Bern - Konzerte\, Essen und 
 Bar\n 	3. Mai\, 19:00\, Gaskessel Bern - Podiumsdiskussion zum „Klimastr
 eik“\n 	5. Mai\, 15:00\, Kino Reitschule - Input &amp\; Diskussion zur 
 „Gelbwestenbewegung“\n 	9. Mai\, 19:00\, Frauenraum Bern - Input &amp\
 ; Diskussion zum „Frauen*streik“\n 	11. Mai\, 15:00\, Ort Gaskessel Be
 rn - Diskussionsnachmittag zu „Aufgaben der Revolutionär*Innen bei Mass
 enprotesten\, deren Entstehung und Organisierung“\n\nKämpfe verbinden\,
  Unterdrückung überwinden! \n\nZurzeit ist einiges in Bewegung - weltwei
 t\, europaweit und auch in der Schweiz:\n\n Ende Oktober 2018 entstand in 
 Frankreich die sogenannte „Gelbwestenbewegung“\, welche seit ihrem Anf
 ang fast jedes Wochenende ihren Widerstand auf die Strassen trägt. Ihre F
 orderungen und Aktionsformen sind divers\; mithilfe von Strassenblockaden\
 , Massendemonstrationen und militanten Aktionen konnten sie\, von unten\, 
 die Mächtigen das Fürchten lehren.\n\n Die Forderung nach mehr Umweltsch
 utz entwickelte sich zu Beginn des Jahres zum weltweiten „Klimastreik“
 . Dieser wurde und wird vor allem von Schüler*innen in ihren jeweiligen S
 tädten organisiert und mit Demonstrationen sichtbar gemacht. Die Bewegung
  schaffte es innerhalb weniger Wochen\, weltweit über hunderttausend Mens
 chen zu mobilisieren und entfachte somit den Diskurs über Umweltzerstöru
 ng neu.\n\n Vor knapp 30 Jahren wurde der erste und bislang letzte „Frau
 enstreik“ in der Schweiz organisiert\, um die in der Verfassung veranker
 te aber nie umgesetzte Gleichstellung der Geschlechter zu erzwingen. Nun w
 ird seit einem Jahr ein neuer "Frauen*streik" organisiert und geplant\, de
 r am 14. Juni stattfinden wird. Dieser fordert die überfällige Gleichste
 llung aller Geschlechter und setzt den nötigen Kampf für diskriminierung
 sfreies Zusammenleben fort.\n\nDiese Kämpfe haben eines gemeinsam: Sie en
 tstanden aus einer geteilten Unzufriedenheit mit dem Status quo. Sei es di
 e französische Krankenpflegerin\, die sich das Benzin nicht mehr leisten 
 kann. Sei es der deutsche Gymnasiast\, der sich um die Zukunft der Erde so
 rgt. Sei es die schweizer Informatikerin\, die auch nach 100 Jahren Frauen
 kampf nicht gleichberechtigt ist. Sie alle sind wütend und kämpfen für 
 eine bessere Zukunft. Dieser Kampf ist notwendiger denn je! Denn unsere Le
 bensgrundlage\, die Natur\, wird zunehmend zerstört\, die Schere zwischen
  Arm und Reich öffnet sich stetig weiter. Dies überrascht jedoch keinesw
 egs\, denn die kapitalistische Wirtschaft und ihre Produktionsweise funkti
 onieren nach den Gesetzen des ewigen Wachstums\, der Konkurrenz\, des Eige
 ntums und der Ausbeutung. Konkret bedeutet dies: Überstunden\, Stress\, w
 enig bis kein Geld am Ende des Monats\, psychische Belastung\, Working Poo
 r - die Liste ist lang - all das nur\, um die Profitrate der Unternehmen z
 u steigern. Unsere Arbeit vermehrt das Kapital der Unternehmer*innen\, das
  wiederum in unsere Ausbeutung investiert wird: Unsere Armut ist ihr Gewin
 n! Dass diese Produktionsweise auf Dauer nicht in Frieden und Freiheit fü
 r alle enden kann\, ist logisch. Der verschwenderische Umgang mit dieser E
 rde\, um durch ungebremstes Wachstum immer mehr Gewinn zu erreichen\, ist 
 nur für kurze Zeit und durch irreparable Umweltzerstörung möglich. Der 
 ständige Wettstreit bei der Arbeit\, der Wohnungssuche\, dem Studium und 
 in allen anderen erdenklichen Bereichen macht uns zu egoistischen\, empath
 ielosen und burnoutgefährdeten Konkurrent*innen. Das fördert patriarchal
 e Unterdrückungsmuster und verwehrt uns ein solidarisches Zusammenleben.\
 n\nDer 1. Mai ist und bleibt ein Kampftag. Deswegen setzen wir uns währen
 d der diesjährigen revolutionären 1. Mai Kampagne mit aktuellen Kämpfen
  auseinander. Wir wollen uns über sie informieren\, sie verstehen\, aus i
 hnen lernen und versuchen\, sie miteinander zu verbinden. Nur unsere gemei
 nsame Solidarität\, die sich gegen die Interessen der Nation und des Kapi
 tals stellt\, kann dieser Unterdrückung ein Ende bereiten. Es liegt in un
 seren Händen\, etwas zu ändern!\n\n
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