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SUMMARY:Ausschaffungen sind keine Lösung
DESCRIPTION:https://www.facebook.com/events/751677138502693/\n\nAusschaffun
 gen sind keine Lösung\nDie Gewalt während Ausschaffungen ist traumatisie
 rend. Wer flüchtet oder migriert nimmt oft eine lebensgefährliche und te
 ure Reise in Kauf. Ausschaffungen führen Menschen unter Zwang dorthin zur
 ück\, wo sie um jeden Preis weg wollten oder weg mussten. Ausschaffungen 
 missachten die körperliche und psychische Integrität. Regelmässig sterb
 en Menschen wegen Ausschaffungen. Die im Herkunftsstaat drohende Verfolgun
 g\, Armut oder soziale Isolation kümmert die Behörden nicht. Die mensche
 nfeindlichen Folgen von Ausschaffungen werden einfach in Kauf genommen.\n&
 gt\; Ausschaffung ist Folter.\n&gt\; Menschen sollen freiwillig wählen d
 ürfen\, ob sie in ein Land zurückkehren oder nicht.\n&gt\; Respekt vor d
 er körperlichen und psychischen Integrität aller Menschen.\n\nUm Mensche
 n abzuschieben\, wurden spezielle Gesetze geschaffen. Diese Gesetze gelten
  für Schweizer*innen nicht. Gemäss dieser Gesetze dürfen abgewiesene Me
 nschen über fünfeinhalb Jahre eingesperrt werden\, ohne dass sie jemals 
 eine kriminelle Tat begangen haben. Diese sogenannte Administrativhaft ist
  nicht die einzige Zwangsmassnahme. Abgewiesene Menschen können zudem ver
 pflichtet werden\, Gebiete nicht zu verlassen (Eingrenzung) oder nicht zu 
 betreten (Ausgrenzung). Für die Anordnung dieser freiheitsberaubenden Mas
 snahmen braucht es kaum richterliche Entscheide. Es reicht die Einschätzu
 ng von Behörden. Um den Willen von Menschen ohne Aufenthaltsbewilligung z
 u brechen\, damit sie selber aus der Schweiz ausreisen\, werden sie in der
  sogenannten Nothilfe zermürbt. Die schlechten Unterkünfte und die ca. 8
  Franken pro Tag sind zu viel\, um zu sterben und zu wenig\, um zu leben. 
 Die Nothilfe ist wie psychische Folter und macht krank.\n&gt\; Administrat
 ivhaft und Nothilfe sind entrechtend und menschenunwürdig.\n&gt\; Wir for
 dern Gleichbehandlung für Migrant*innen ohne Aufenthaltsbewilligung und S
 chweizer*innen.\n&gt\; Wir wollen Zugang zu Arbeit\, Bildung\, Gesundheit\
 , Sozialhilfe oder einem Sozialleben für alle.\n\nEin Teil der Bevölkeru
 ng will abgewiesene Menschen\, um jeden Preis ausschaffen. Aber nicht alle
  Staaten akzeptieren Ausschaffungen automatisch. Deshalb versuchen die Beh
 örden in Europa und der Schweiz mit Staaten im globalen Süden sogenannte
  Rücknahmeabkommen oder Migrationspartnerschaften auszuhandeln. Dabei pro
 fitiert die Schweiz von ihrer Vormachtstellung\, um die Herrschenden in He
 rkunftsstaaten unter Druck zu setzen. Ob mit diktatorischen Regimes oder d
 emokratischen Regierungen – der Mechanismus bleibt derselbe: Je mehr ein
  Staat Ausschaffungen akzeptiert\, desto höher sind die finanzielle Unter
 stützung\, die politische Anerkennung oder wirtschaftlichen Anreize. Umge
 kehrt droht die Schweiz mit politischen oder wirtschaftlichen Sanktionen o
 der der Kürzung von Entwicklungsbeiträgen.\n&gt\; Ausschaffungsdeals kom
 men zustande wegen einer (post-)kolonialen und imperialistischen Weltordnu
 ng.\n&gt\; Keine Deals mit den Leben von Menschen aus dem globalen Süden.
 \n&gt\; Fluchtursachen bekämpfen und Waffenexporte stoppen.\n\nWegen der 
 Dublinverordnung werden jedes Jahr zehntausende Migrant*innen zwischen eur
 opäischen Staaten hin- und hergeschoben. Die Schweiz ist darin Europameis
 terin. Kein anderer europäischer Staat führt mehr Dublin-Abschiebungen d
 urch als Schweiz. Im Durchschnitt werden jeden Tag 54 Geflüchtete von ein
 em Asylverfahren in der Schweiz ausgeschlossen und abgeschoben. Die Schwei
 z übernimmt von europäischen Grenzstaaten kaum Geflüchtete. Über das R
 elocation-Programm waren es in den letzten drei Jahren nur 1500 Asylsuchen
 de aus Italien und Griechenland.\n&gt\; Der schlimmste Ausschaffungsdeal i
 st die Dublinverordnung.\n&gt\; Die Schweiz muss die Dublinverordnung aufk
 ünden.\n&gt\; Die Behörden sollen das Selbsteintrittsrecht automatisch n
 utzen.
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