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URL:https://anarchistisch.ch/agenda/demo-asylcamps-sind-keine-loesung/
SUMMARY:Demo Asylcamps sind keine Lösung
DESCRIPTION:Probleme mit Foltercamps in Libyen\nKrieg\, Verfolgung\, (staat
 liche) Gewalt\, aber auch Armut\, Klimakrise und andere Gründe können da
 zu führen\, das bisherige Zuhause aufzugeben. Auf der Suche nach Sicherhe
 it und einer Perspektive müssen sich (flüchtende) Migrant*innen teilweis
 e in noch grössere Gefahr begeben. In Libyen werden flüchtende Menschen 
 in Camps gefangen gehalten\, gefoltert\, vergewaltigt und versklavt. Europ
 a und auch die Schweiz tolerieren diese Camps und finanzieren sie über di
 e IOM und Frontex sogar mit.\n\nProbleme mit Camps in Transitstaaten\nAuf 
 Druck von Europa und der Schweiz beteiligen sich immer mehr Transitstaaten
  an der Abschottung Europas. In der Türkei\, Tunesien oder Marokko werden
  (flüchtende) Migrant*innen aktiv an der Durchreise nach Europa gehindert
  und in Camps blockiert. Wenn sich die Regierungen oder Regimes dieser Lä
 nder bereit erklären\, bei der Abschottung Europas mitzumachen\, erhalten
  sie Geld und politische Anerkennung. Sie sprechen von Migrationsabkommen\
 , wir von schmutzigen Deals.\n\nProbleme mit Hotspot-Camps an der EU-Ausse
 ngrenze\nWeil die Fluchtrouten über das Mittelmeer wegen der europäische
 n Politik mörderisch gefährlich sind\, versuchen derzeit viele Menschen 
 über das ägäische Meer nach Europa zu gelangen. Auf den griechischen In
 seln werden sie in sogenannte Hotspot-Camps gesteckt. Weil die griechische
  Regierung und Europa es so wollen\, sind die Hotspotcamps ständig überf
 üllt. Die Menschen leben in Zelten\, die im Sommer zu heiss und im Winter
  zu kalt sind. Es gibt Hygieneprobleme und es herrscht oft Wasser- und Nah
 rungsmangel. Weil die Lager heillos überfüllt sind\, kam es zB. in Moria
  zu einem Brand bei dem Menschen starben. Auch der Zugang zu einem formell
  korrekten Asylverfahren ist in den Hotspots nicht gesichert.\n\nProbleme 
 mit Bundesasylcamps\nGeflüchtete\, die es bis in die Schweiz schaffen\, w
 erden als erstes in grossen Bundesasylcamps isoliert. Dort müssen sie auf
  einen Asylentscheid oder auf ihre Ausschaffung warten. Die Camps befinden
  sich meist an abgelegen Orten in ehemaligen Kasernen\, Spitälern oder an
 deren Gebäuden\, die bei der Bevölkerung Unsicherheitsgefühle auslösen
 . Die Bundesasylcamps sind wie Gefängnisse organisiert. Hunderte Menschen
  leben auf engem Raum ohne Privatsphäre. Es gibt einen freiheitsberaubend
 en Anwesenheitszwang. Das Leben wird gefilmt\, kontrolliert und überwacht
 . Die Polizei kann jederzeit Menschen verhaften. Freund*innen oder Mensche
 nrechtsorganisationen haben keinen oder kaum Zugang zu diesen Camps. Wer s
 ich nicht an die strengen Regeln hält\, wird streng bestraft.\n\nProbleme
  mit den Camps in den Kantonen\nWer nach 140 Tagen im Bundesasylcamp noch 
 keinen Asylentscheid hat oder nicht abgeschoben wurde\, wird zum Weiterwar
 ten in ein kantonales Camp transferiert. Aktuell verschärfen viele Kanton
 e die Bedingungen in ihren Asylcamps. Besonders die Nothilfecamps\, wo abg
 ewiesene Geflüchtete leben müssen\, werden immer menschenverachtender. D
 er Kanton Bern wollte zB. alle abgewiesenen Geflüchteten in einem ehemali
 gen Jugendgefängnis unterbringen. Nur dank Widerstand konnten die Behörd
 en gestoppt werden. Im Kanton Zürich dürfen die abgewiesenen Geflüchtet
 en gewisse Zonen nicht betreten (Ausgrenzung) oder verlassen (Eingrenzung)
 . Im Kanton Schwyz müssen die abgewiesenen Geflüchteten drei Mal pro Tag
  im Camp ihre Anwesenheit mit Unterschrift bezeugen. Gleichzeitig dürfen 
 sie von 9-17 Uhr das Camp nicht betreten. Viele (geflüchtete) Migrant*inn
 en müssen jahrelang in solchen Camps leben. Das macht psychisch und physi
 sch krank. Viele sind frustriert\, traumatisiert oder werden aggressiv.\n\
 n(Geflüchtete) Migrant*innen brauchen:\n– Keine Folter\, keinen Tod und
  Vergewaltigung\, sondern sichere Flucht- und Migrationsrouten.\n– Keine
  Abschottung wegen Deals mit Transitstaaten\, sondern sichere Flucht- und 
 Migrationsrouten für alle.\n– Keine Entrechtung und katastrophalen Bedi
 ngungen in den europäischen Hotspotcamps\, sondern ein Bleiberecht und Ni
 ederlassungsfreiheit für alle.\n– Keine Diskriminierung\, sondern gleic
 he Rechte\, Respekt und Würde für alle.\n– Keine Isolation und keine A
 usschaffungen\, sondern gleicher Zugang zu Wohnen\, Arbeit\, Bildung und G
 esundheit für alle.\n\nDarum: Gehen wir am 9. November gemeinsam auf die 
 Strasse und kämpfen für eine Welt ohne Einsperrung\, Isolation und Diskr
 iminierung von (geflüchteten) Migrant*innen.
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