Der lange Arm der Repression

Datum/Zeit: Mi, 19. September 2018 / 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Bern, Fabrikool

Veranstaltungstyp: Vortrag


Über die Europäische Union haben sich ihre Mitgliedstaaten zahlreiche Möglichkeiten geschaffen, mit denen Personen über Grenzen hinweg verfolgt werden können. Im Rahmen der Europäischen Ermittlungsanordnung können Verfolgungsbehörden jeden anderen EU-Staat anweisen, Hausdurchsuchungen vorzunehmen, Telefone abzuhören oder Trojaner auf Computer einzuschleusen. Jetzt soll die Herausgabe von persönlichen Daten auf Servern im Internet weltweit vereinfacht werden. Auch die Datenbanken von Polizei und Grenzbehörden werden erneuert, ihre Fingerabdruckdaten in einem sogenannten Biometrie-Speicher zusammengelegt. Die Datensätze von Geflüchteten werden jetzt schon mit Gesichtserkennung durchsucht. Im Schengener Informationssystem, der größten EU-Polizeidatenbank, an der auch die Schweiz teilnimmt, sind immer mehr Menschen zur heimlichen Verfolgung oder mit einem Europäischen Haftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben. Darüber hinaus kann über Interpol ein nationaler Haftbefehl an die Kriminalpolizeien von 190 Staaten verteilt werden. Schließlich existieren weitere polizeiliche und geheimdienstliche Netzwerke außerhalb des EU-Rahmens, in denen sich die Beteiligten zu Operationen und Strategien abstimmen.

Die Veranstaltung wird auf Deutsch stattfinden, Übersetzung auf Englisch und Französisch möglich.

In der anarchistischen Infothek Furia ist kein Platz für diskriminierendes Verhalten. No cops, no masters.