Nach dem es gestern eine spontane Kundgebung am Nachmittag, eine Spontandemo am Abend, sowie eine dauerhafte Präsenz auf und neben dem Bundesplatz gab, wurde heute zu einer weiteren Demo aufgerufen. Diese zog vom Bahnhofplatz zum Bundesplatz. Dort umstellte ein Polizei-Konkordat aus Bern, Basel und Aargau den Platz. Dennoch kamen immer mehr Personen auf den Bundesplatz, um Solidarität mit den anhaltenden Angriffen auf Rojava zu zeigen.
Erneut werden die Kurd*innen von der ganzen Welt im Stich gelassen. In Anbetracht der Toten und erneuten jihadistischen Gräueltaten, welche sich in Rojava aktuell weiterhin ereignen, war die Stimmung wütend und angespannt, jedoch jederzeit selbstbestimmt und kontrolliert. Vom Bundesplatz zog die Demo vor die Lorrainebrücke, wo sich erneute ein massives Aufgebot der Polizei in den Weg stellte. Hierbei setzte diese grossflächig Pfefferspray in eine sehr gemischte Menge, welche u.a. auch aus Kindern bestand, ein.
Als ein Teil der Demonstration den Weg Richtung Bahnhof antreten wollte, kam es mehrmals zur Nahdistanzschüssen mit Gummischrot. Sowohl der Pefferspray-, wie auch der Gummischroteinsatz führte zu mehreren Verletzten, welche notdürftig vor Ort versorgt werden mussten. Wer die kurdische Bewegung kennt, weiss nur zu gut, wie entschlossen und ausdauernd diese ist. So zog die Demo erneut weiter, Richtung Länggasse und danach wieder zurück auf die Schützenmatte. Eine weitere Gruppe ist aktuell auf dem Bundesplatz und dort präsent. Weitere Aktionen werden in den nächsten Tagen folgen. Die Lage ist trotz des heute angekündigten Abkommens mit der Regierung weiterhin ernst.





















