Agenda

Nov
9
Mo
Prozess: effi29 @ Bern
Nov 9 – Nov 26 ganztägig

Ende 2016 wurde in Bern an der Effingerstrasse ein grosses Wohnhaus besetzt. Dieses stand zuvor leer, es waren keine Pläne für eine baldige Nutzung vorhanden.
Das selbstverwaltete Projekt Effy29 entstand und gab vielen verschiedenen Menschen einen Platz zum leben, verweilen, austauschen und lernen.

In den 3.5 Monaten, in welchen das Haus besetzt war, drohte stets die Räumung durch die Bullen und die damit verbundene Repression. Trotzdem fanden sich tagtäglich viele Menschen ein und zeigten ihre Solidarität mit dem Projekt.

Am 22. Februar 2017 wurde die Effy durch ein Grossaufgebot von Bullen geräumt. Die BBL (Der Bund), Eigentümer*In der Liegenschaft wollte nun Büros aus den Wohnungen machen.
Die Besetzer*Innen leisteten jedoch Gegenwehr und so zog sich die Räumung über viele Stunden. Mit dieser Verteidigung setzten die Besetzer*Innen ein Zeichen. In den nächsten Wochen berichteten unter anderem grosse Mainstream Medien über Gentrifizierung, Leerstand und Besitz. Die Thematik war in aller Munde, Mensch machte sich Gedanken.

Nun stehen die Menschen aus der Effy bald vor Gericht. Am 9. November 2020 beginnt der Prozess gegen sie. Er dauert zwei Wochen.
Klar ist, an ihnen soll ein Exempel statuiert werden, die Strafvorderungen sind horrend.

- effilebt.blackblogs.org
- Instagram: effilebt

Nov
28
Sa
Demo Basel Nazifrei @ Basel
Nov 28 um 16:00

Wir rufen auf zu einer antifaschistischen Demonstration!
Genau zwei Jahre ist es her, dass die Neonazis von der PNOS aus Basel verjagt wurden – durch eine riesige Gegendemonstration mit rund 2‘000 Menschen. Ein solcher antifaschistischer Erfolg ist umso wichtiger, als überall in Europa rechtsextreme Ideen, Bewegungen und Parteien an Stärke gewinnen.
Im Nachgang der Basel Nazifrei Demo rollte eine riesige Repressionswelle an: über 60 Strafverfahren wurden eröffnet und etliche Hausdurchsuchungen durchgeführt. Seit Juli 2020 laufen die Prozesse und Demonstrierende wurden – teilweise aufgrund der schlichten Anwesenheit an der Demo – zu mehrmonatige Gefängnisstrafen verurteilt.

Solidarische Strukturen aufbauen!
Wir denken, eine ausserparlamentarische antifaschistische Bewegung wird immer wichtiger: Europäischen Staaten setzen angesichts der globalen Krise auf höhere Mauern und rassistische Lager. Die Schweiz gilt als Drehscheibe für die Vernetzung und Finanzierung der europäischen Neonaziszene. Der Schweizer Staat verschärft die Migrationspolitik, sperrt Menschen alleine wegen deren Aufenthaltsstatus monatelang in Gefängnisse und finanziert Frontex mit. Es gilt Widerstand zu organisieren, antifaschistische Strukturen zu stärken und einen Schritt nach vorne zu machen. Laut und kämpferisch, stehen wir für eine solidarische Welt ein!

Wir lassen uns nicht einschüchtern!
Wir sehen die laufenden Prozesse als massiven politischen Angriff, als autoritären Einschüchterungsversuch. Dagegen müssen wir uns jetzt wehren – und zwar alle gemeinsam! Es gilt zu verhindern, dass sich neue Repressions-Standards durchsetzen und damit Protest auf der Strasse erschwert wird. Lassen wir die Kriminalisierung von sozialen Bewegungen nicht zu! Zeigen wir gemeinsam, dass diese Einschüchterung nicht funktioniert!

Kommt alle auf die Strasse – setzen wir ein starkes Zeichen gegen Faschismus und Repression!