Prochoice united

16. Juni 2018 / Gestern gab es in Bern, Deutschland und Österreich Soli-Aktionen für querfeministische Kämpfe und gegen fundamentalistische Aufmärsche. In Salzburg stehen aktuell 24 Aktivist*innen vor Gericht, weil sie gegen den „1000-Kreuze-Marsch“ demonstriert haben. In Wien störten Dutzende den „Marsch für die Familie“ und in Annaberg-Buchholz demonstrierten rund 600 Menschen gegen den „Schweigemarsch“ von 500 Fundis. Auch in Bern soll am 15. September der reaktionäre Marsch fürs Läbe stattfinden. Ein Aktionsmonat ist in Planung und bald werden die ersten Infos folgen. In Zeiten der politischen und wirtschaftlichen Krise erstarken europaweite faschistische Kräfte. Auch christlich-fundamentalistische Aufmärsche erhalten in Deutschland und Österreich Zulauf von Gruppierungen wie der AfD, der Identitären Bewegung und Neonazis. Sie alle verbindet eine antifeministische Haltung, welche das…

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Für einen Frauen*streik von Unten!

14. Juni 2018 / Für einen Frauen*streik von Unten! Heute vor 27 Jahren streikten rund 500`000 Frauen* – es war der grösste Streik in der Geschichte der Schweiz. 2019 wollen verschiedene Parteien und Gewerkschaften mit der Forderung zur Umsetzung der Lohngleichheit einen neuen Streik lancieren. Verbesserungen in diesem System sind nicht grundsätzlich abzulehnen, doch eine grundlegende Veränderung kann nicht von Oben kommen. Ein Streik war und ist immer ein Mittel von Unten gewesen. Somit liegt es an uns allen unsere Bedürfnisse zu organisieren und dafür zu streiken. Wir wollen einen Streik mit revolutionären, feministischen, migrantischen und antikapitalistischen Inhalten, die das Gesamte in Frage stellt. Für einen Frauen*streik von Unten! Soziale Brüche in der Schweiz 2018 jährt sich zum 100mal der…

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Interview: Anarchismus, Frauen*befreiung und Internationalismus in Rojava

27. Mai 2018 / Peter Schaber, Redakteur beim  Lower Class Magazine, beteiligte sich ca. von Februar bis November 2017 in verschiedenen zivilen und militärischen Strukturen in und um Rojava. Seine Reise führte von den Guerillacamps der PKK in den Bergregionen an der türkisch-irakischen Grenze hin zum Siedlungsgebiet der Jesid*innen in Shengal und nach Rojava bis zur Front in Rakka. AGB: Welche Chancen/Perspektiven siehst du im revolutionären Projekt in Rojava? Peter: Der revolutionäre Prozess in Rojava ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Umwälzungen, die dort stattfinden, stellen meiner Meinung nach einen wichtigen Bezugspunkt für die revolutionäre-internationalistische Linke dar. Gerade das dortige Modell einer Rätedemokratie ist eine inspirierende Perspektive für uns in Europa. AGB: Hast du während deiner Reise Anarchist*innen oder anarchistische…

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Beteiligung 1. Mai

01. Mai 2018 / Heute beteiligten wir uns an den revolutionären und feministischen Blöcken in Zürich, Bern und Thun. Diese Blöcke machten einen kämpferischen Teil der Gewerkschaftsdemons aus. Bereits bei der Vordemonstration in Bern kamen einige hundert Menschen. Während dem offiziellen Gewerkschaftsumzuges schlossen sich weitere Menschen interessiert an. In Thun war der revolutionäre Block sogar grösser als der restliche Teil der Demonstration. Der heutige Zulauf hat zeigt, dass Parteien und Gewerkschaften für viele Menschen keine Alternativen zu diesem Herrschaftssystem zu bieten haben. Neue Utopien und Perspektiven sind gefragt. Darum lasst uns vernetzen, organisieren und unser Leben in die eigenen Hände nehmen.

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Kurzbericht: Free Nekane Demo Zürich

06. April 2017 / Nekane sitzt nun seit über einem Jahr im Knast. Anlässlich des Jahrestages wurde gestern zu einem Aktionstag aufgerufen. In Bern wurden u.a. das Bundesamt für Justiz besucht und zugemüllt, sowie verschiedene grössere Graffitis gesprayt. Am Abend gab es in Zürich eine Demo mit rund 350 Menschen und mit der solidarischen Beteiligung zahlreicher Gruppen aus Bern. Mit lauten Parolen, Sprays und gekleisterten Plakaten wurde die Verhaftung und Verschleppung von Nekane im öffentlichen Raum sichtbar gemacht. Der Kampf um die Freilassung geht weiter – lasst Nekane endlich raus!

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Demo: Selbstsein & Selbst- verteidigung (Frankfurt)

03. Dezember 2016 / Mehrere hundert Menschen folgten am 03.12. dem Aufruf der JXK – Studierende Frauen aus Kurdistan zu einer europaweiten Demo gegen Patriarchat, Kapitalismus und Nationalstaaten, sowie für Selbstbestimmung, Selbstverteidigung und Solidarität. Die Mobilisierung ist Teil der Kampagne “Selbstsein und Selbstverteidigung – Xwebûn – Xwe parastin”. Wie schon bei der europaweiten Jugenddemo im April dieses Jahres versuchte die frankfurter Polizei wieder einmal mit zahlreichen unsinnigen Auflagen die Teilnehmer*innen zu schikanieren und einzuschüchtern. So wurden beispielsweise Fahnen verboten und Logos mussten abgeklebt werden. Zudem gab es vor, während und nach der Demo zahlreiche Personenkontrollen. Dies verdeutlicht die strenge Überwachung der kurdischen Solidaritätsbewegung in Deutschland. Dennoch war die Stimmung der Anwesenden äusserst kämpferisch. Die klägliche Provokation von Grauen Wölfen wurde…

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revolutionär-feministischer Abendspaziergang (ZH)

25. November 2016 / Gestern am 25. November fand in Zürich ein revolutionär-feministischer Abendspaziergang statt. Über 400 Frauen* zogen am weltweiten Kampftag gegen Gewalt an Frauen* mit zahlreichen Schildern und Transparenten lautstark durch die Stadt. Dass sich das Patriarchat nicht von selbst abschafft, zeigte sich gestern u.a. durch sexistische Sprüche oder körperliche Angriffe von männlichen Passanten. Die Teilnehmerinnen* der Demo wehrten alle verbalen und physischen Angriffe ab und liefen die gewählte Route selbstbestimmt zu Ende. Anbei unser Flyer, der während der Demo verteilt wurde: Weltweiter Tag gegen Gewalt an Frauen* Heute, am 25. November findet der weltweite Tag gegen Gewalt an Frauen* statt. Der Tag geht zurück auf das Jahr 1960, als die drei regimekritischen Mirabal Schwestern auf Anordnung der…

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Plakat: Lasst Nekane endlich raus!

23. Oktober 2016 / Nach neun Jahren Flucht vor systematischem Folter in Spanien wurde Nekane Txapartegi am 06. April in Zürich verhaftet. Seitdem sitzt sie im Knast und wehrt sich gegen ihre Auslieferung. Nekane versteht sich als Feminist*in, baskische Aktivist*in und kritische Journalist*in. Die baskische Befreiungsorganisation ETA hatte sich gegen die faschistische Diktatur von Franco formiert. Der Staat schuf im Kampf gegen die ETA zahlreiche Sonderkommandos, die mit Vollmachten ausgestattet wurden. Der Staat nutzte den «Antiterrorkampf», um ebenfalls gegen kritische Linke, Revolutionär*innen, Journalist*innen, Student*innen etc. vorzugehen. Jene, die in die Fänge von paramilitärischen Schwadronen geritten berichteten wiederholt von massiver Gewalt, Folter und Übergriffen. Viele waren nach ihrer Haft so sehr eingeschüchtert oder verstört, dass sie sich nicht getrauten, die Folterer…

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