Demo: Die Schweiz hat ein Rassismusproblem

04. Februar 2017 / Gut 1.300 bis 1.500 Menschen nahmen heute an der Antirassismus-Demo in Bern teil. Zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen beteiligten sich mit Transparenten, Schildern, Flyern oder Klebern und trugen zu einer lautstarken Stimmung bei. Zudem wurden 1.000 Flyer mit rund 10.000 Klebern und einer Postkarte für Nekane als Beilage verteilt. Die Texte in den Flyern thematisierten den Rassismus in der Schweiz, die Inhaftierung von Nekane, die Rolle der Schweiz bei den Fluchtursachen weltweit und den Aufruf zu den Gegenmobilisierungen am 18. März. Besonders auffallend waren das enorme Polizeiaufgebot und die Einschüchterungsversuche der Staatsgewalt. Nachdem hin und her bezüglich der Demo-Route, markierten bereits am Mittag diverse Kastenwägen der Polizei in der Innenstadt ihre Präsenz. Nebst dem Kamerawagen, der von…

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NoWEF17 – Demonstration in Bern

14. Januar 2017 / Zwischen 300 bis 400 Menschen nahmen heute an der Demo gegen das WEF teil. Dass in Bern nach Jahren wieder eine Anti-WEF Demo stattfinden konnte und die Anzahl der Teilnehmer*innen kann als Erfolg gewertet werden. Es zeigt auch, dass das Gipfeltreffen in Davos immer noch ein Thema ist und verschiedenstes Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen auf die Strasse bewegt hat. Diese Vielfalt spiegelte sich in den zahlreichen Transparenten, Fahnen und Parolen wieder. So wurden nebst Gipfelkritik, die Krise des Kapitalismus, der Kampf gegen das Patriachat, Antiautoritärer Widerstand, die Freilassung von #Nekane, die Proteste der #NoTAV-Bewegung gegen den Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Norditalien und der kommende #G20-Gipfel in Hamburg, sowie die Solidarität mit der Besetzung an der #Effy29…

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Kurzbericht & Flyer: Solidarität mit Effy29

22. Dezember 2016 / Über 250 Menschen zogen heute mit viel Feuerwerk und guter Stimmung von der Reitschule durch die Stadt zur Effingerstrasse. Die anwesenden Menschen bekundeten vor der Besetzung ihre Solidarität und einmal mehr machten die Besetzer*innen heute deutlich – #Effy29 bleibt! Im folgenden unser Flyer zur heutigen Demo: Solidarität mit der Besetzung an der Effingerstrasse 29! Seit Mai 2016 stand an der Effingerstrasse ein ganzer Wohnblock mit neun Wohnungen leer. Anfangs Dezember wurde nun die Effingerstrasse 29 besetzt und ist akut räumungsbedroht. Während in Bern bezahlbare Wohnungen immer seltener werden, nimmt die Anzahl an leeren Wohnungen stetig zu. Hausbesetzungen sind ein selbstbestimmtes Mittel, um leere und verwahrloste Wohnungen wieder aufleben zu lassen und Wohnraum zu schaffen. In Bern…

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Kurzbericht OSZE-Konferenz (Hamburg)

08. Dezember 2016 / Vom 8. bis 9. Dezember fand in Hamburg das OSZE-Gipfeltreffen statt. Die Staatsgewalt nutzte den Anlass, um für den kommenden G20-Gipfel im Sommer 2017 zu üben. So sorgte das bisher grösste Polizeiaufgebot in der Geschichte von Hamburg mit über 13.000 PolizistInnen, Räumpanzern, 23 Wasserwerfern, 10 Hubschraubern, Reiterstaffeln und gut sichtbaren Scharfschützen für die Sicherheit der Konferenz. Die Kosten beliefen sich nach ersten Schätzungen auf über 120 Millionen Euro. Am 8. Dezember waren verschiedene Demonstrationen angemeldet worden, um gegen das Treffen zu protestieren. 16 Uhr Hachmannplatz – Hamburg für Kurdistan (https://hamburg4kurdistan.blackblogs.org/) Unter dem Motto «OSZE – Statt Frieden und Sicherheit, Krieg und Destabilisierung in Kurdistan und anderswo. Stoppt die Kriegspolitik!» gingen bis zu 1000 Menschen auf die…

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Demo: Selbstsein & Selbst- verteidigung (Frankfurt)

03. Dezember 2016 / Mehrere hundert Menschen folgten am 03.12. dem Aufruf der JXK – Studierende Frauen aus Kurdistan zu einer europaweiten Demo gegen Patriarchat, Kapitalismus und Nationalstaaten, sowie für Selbstbestimmung, Selbstverteidigung und Solidarität. Die Mobilisierung ist Teil der Kampagne “Selbstsein und Selbstverteidigung – Xwebûn – Xwe parastin”. Wie schon bei der europaweiten Jugenddemo im April dieses Jahres versuchte die frankfurter Polizei wieder einmal mit zahlreichen unsinnigen Auflagen die Teilnehmer*innen zu schikanieren und einzuschüchtern. So wurden beispielsweise Fahnen verboten und Logos mussten abgeklebt werden. Zudem gab es vor, während und nach der Demo zahlreiche Personenkontrollen. Dies verdeutlicht die strenge Überwachung der kurdischen Solidaritätsbewegung in Deutschland. Dennoch war die Stimmung der Anwesenden äusserst kämpferisch. Die klägliche Provokation von Grauen Wölfen wurde…

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revolutionär-feministischer Abendspaziergang (ZH)

25. November 2016 / Gestern am 25. November fand in Zürich ein revolutionär-feministischer Abendspaziergang statt. Über 400 Frauen* zogen am weltweiten Kampftag gegen Gewalt an Frauen* mit zahlreichen Schildern und Transparenten lautstark durch die Stadt. Dass sich das Patriarchat nicht von selbst abschafft, zeigte sich gestern u.a. durch sexistische Sprüche oder körperliche Angriffe von männlichen Passanten. Die Teilnehmerinnen* der Demo wehrten alle verbalen und physischen Angriffe ab und liefen die gewählte Route selbstbestimmt zu Ende. Anbei unser Flyer, der während der Demo verteilt wurde: Weltweiter Tag gegen Gewalt an Frauen* Heute, am 25. November findet der weltweite Tag gegen Gewalt an Frauen* statt. Der Tag geht zurück auf das Jahr 1960, als die drei regimekritischen Mirabal Schwestern auf Anordnung der…

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Türkei – This is where words end.

03. November 2016 / Heute zogen über 550 Menschen vom berner Bahnhofplatz zu der türkischen Botschaft. Die Stimmung vor der Botschaft war sichtlich aufgewühlt und sehr entschlossen. Fast zeitgleich beteiligten sich an zwei Demonstrationen in Zürich bis zu 500 Menschen. Während am Donnerstag der türkische Aussenminister Çavusoglu mit Bundesrat Burkhalter an einem Treffen in Bern die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Türkei vertiefen konnte, setzte der türkische Staat am selben Abend zum wiederholten Mal seinen Repressionsapparat in Gang. 11 Abgeordnete der linken HDP, sowie zahlreiche kritische Journalist*innen wurden in der Türkei festgenommen. Über Stunden hinweg wurden soziale Kommunikationsmittel wie WhatsApp, Twitter, Facebook und YouTube offline gestellt und eine Nachrichtensperre verhängt. Dass die Schweiz und Europa auch über die…

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Plakat: Lasst Nekane endlich raus!

23. Oktober 2016 / Nach neun Jahren Flucht vor systematischem Folter in Spanien wurde Nekane Txapartegi am 06. April in Zürich verhaftet. Seitdem sitzt sie im Knast und wehrt sich gegen ihre Auslieferung. Nekane versteht sich als Feminist*in, baskische Aktivist*in und kritische Journalist*in. Die baskische Befreiungsorganisation ETA hatte sich gegen die faschistische Diktatur von Franco formiert. Der Staat schuf im Kampf gegen die ETA zahlreiche Sonderkommandos, die mit Vollmachten ausgestattet wurden. Der Staat nutzte den «Antiterrorkampf», um ebenfalls gegen kritische Linke, Revolutionär*innen, Journalist*innen, Student*innen etc. vorzugehen. Jene, die in die Fänge von paramilitärischen Schwadronen geritten berichteten wiederholt von massiver Gewalt, Folter und Übergriffen. Viele waren nach ihrer Haft so sehr eingeschüchtert oder verstört, dass sie sich nicht getrauten, die Folterer…

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